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17.03.10 20:30 | CORNELIA TRAVNICEK, JULYA RABINOWICH, MIEZE MEDUSA |
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sex sells - sex fails - sex tales
Es heißt, die Liebe kenne keine Grenzen. Aber ist beim globalisierten Beischlaf wirklich alles easy, alles multipel-kulti? Oder ist es doch nicht so einfach, wenn zwei nicht die gleiche Sprache sprechen, nicht dieselben Gesten haben und was anderes zum Frühstück essen? Cornelia Travnicek, Mieze Medusa und Julya Rabinowich gehen diesen Fragen ohne Rücksicht auf Intimitätsverluste nach und präsentieren unter anderem Texte aus der im Frühjahr erscheinenden Anthologie „How I fucked Jamal“ (Milena Verlag 2010). An dem Abend stellt sich auch noch eine andere Frage: Muss man über Sex schreiben, um einen Kurzgeschichtenband zu verkaufen? Kann man (gut) über (guten) Sex schreiben, ohne in Klischees zu verfallen?
Lesestoff: „How I fucked Jamal“ (Achtung: Kann Spuren von Vögeln enthalten) Cornelia Travnicek und Mieze Medusa (Hg.), Milena Verlag 2010
Cornelia Travnicek hat bei sich selbst eine krankhafte Sucht nach dem geschriebenen Wort diagnostiziert und kann das auch mit einer beeindruckenden Liste an Veröffentlichungen und Preisen belegen. Zuletzt: „Fütter mich“, Skarabaeus 2009 und Lise Meitner Preis 2009. Sie beschreibt uns gefährlich nahegehende Realitäten, die sich aber nicht auf ihre Biographie reduzieren lassen. www.corneliatravnicek.com
Mieze Medusa ist umtriebige Autorin, Rapperin und Poetry Slammerin. In ihrem Romandebut „Freischnorcheln“ ist ihr „eine der traurigsten Sexszenen der letzten Zeit“ gelungen (Falter). Im Spoken Word Band „Doppelter Textpresso“ fallen ihr in Sachen Liebe einige „Positionen ohne sonderliche Anmut“ ein. Auf der aktuellen Platte „Tauwetter“ umkreist sie die große Liebe im Track „Transitgebiet“ und für ihren Anthologiebeitrag ist sie aus Recherchezwecken nach Istanbul gereist. www.miezemedusa.com Julya Rabinowich lebt und schreibt zwischen den Kulturen, erzählt von Migration, Entwurzelung und vom Weggehen und Ankommen, von Abhängigkeit, Eigensinn und Ressourcenverteilung. „Fluchtarien“, ein Monolog für 3 Stimmen und eine Tastatur, beschäftigt sich mit Flucht und Sexarbeit und wurde im Wiener Volkstheater aufgeführt. Ihr vielbeachtetes Romandebut „Spaltkopf“ ist in der Edition Exil erschienen. Unter anderem wurde die Autorin dafür mit dem Rauriser Literaturpreis 2009 ausgezeichnet. www. julyarabinowich.com
Eintritt: € 5,00 / 3,00 tRaumfrau-Festival-Pass: € 30,00 / 25,00 für 6 Abende
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